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09.02.2026

Stadt Grimma und Hecht Prozesse starten Pilotstudie „Innenstadt‑Designer“

Die Stadt Grimma und Hecht Prozesse starten gemeinsam eine empirische Bedarfsstudie zur intelligenten Flächenvermittlung in der Altstadt. Ziel der Pilotstudie ist es, gewerbliche Leerstände in der Langen Straße und der Altstadt besser zu verstehen – und daraus konkrete, praxistaugliche Handlungsempfehlungen für Eigentümer, Unternehmer und Verwaltung zu entwickeln.

Ausgangslage: Leerstand als strukturelle Herausforderung

Wie viele andere Innenstädte ist auch Grimma von den Folgen des Strukturwandels betroffen:
Online-Handel, verändertes Konsumverhalten, hohe Kosten und die Nachwirkungen der Corona‑Pandemie haben dazu geführt, dass in der Altstadt eine deutliche Leerstandsquote entstanden ist.

Mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) wurden bereits erste Maßnahmen zur Belebung der Altstadt erprobt. Klar ist jedoch:
Für eine nachhaltige Reduzierung von Leerstand braucht es ein gemeinsames Verständnis der beteiligten Akteure – insbesondere von Immobilieneigentümer:innen und Unternehmer:innen.

Ziel der Pilotstudie in Grimma

Vor diesem Hintergrund unterstützt die Stadtverwaltung Grimma die von Jan‑Erik Hecht (Hecht Prozesse) initiierte Pilotstudie „Innenstadt‑Designer“.

Die Studie verfolgt drei zentrale Ziele:

1. Systemhemmnisse sichtbar machen
Es wird dokumentiert, warum Gewerbeflächen in der Altstadt schwer zu vermitteln sind – aus Sicht von Eigentümern, Unternehmern und Verwaltung.

2. Erfolgsfaktoren identifizieren
Neben den Problemen werden auch gelungene Vermittlungen und funktionierende Beispiele analysiert: Was hat dort anders funktioniert? Welche Faktoren waren entscheidend?

3. Konkrete Empfehlungen entwickeln
Aus den Interviewergebnissen werden Handlungsempfehlungen für Grimma abgeleitet – sowohl für die Stadtverwaltung als auch für Immobilieneigentümer:innen und Unternehmer:innen. Diese Empfehlungen sollen später auch auf andere Städte übertragbar sein.

Die Pilotstudie ist Teil einer größeren, überregionalen Bedarfsstudie, die sich mit Innenstadtentwicklungsprozessen außerhalb der Metropolen befasst.

Zentrale Fragen an Eigentümer und Unternehmer

Im Zentrum der Untersuchung stehen zwei einfache, aber entscheidende Fragen:

- An Immobilieneigentümer:innen:
Was macht es schwierig, Ihre Gewerberäume in der Altstadt zu vermieten?
(z.B. fehlende Interessenten, Unsicherheit über passende Nutzungen, rechtliche Hürden, Modernisierungskosten)

- An Unternehmer:innen und Gründer:innen:
Was brauchen Sie konkret, um passende Gewerbeflächen zu finden und anzumieten?
(z.B. Transparenz über verfügbare Flächen, verlässliche Ansprechpartner, flexible Konditionen, digitale Unterstützung)

Darüber hinaus wird untersucht,

welche Haupthindernisse im Vermittlungsprozess auftreten,

welche bestehenden Instrumente (z.B. Freiraum‑Finder, Makler, Plattformen, persönliche Netzwerke) tatsächlich genutzt werden,

und welche Anforderungen eine digitale Lösung erfüllen müsste, damit sie im Alltag wirklich unterstützt.

Methodik: Co‑Working statt Top‑Down

Die Pilotstudie folgt einem Co‑Working‑Ansatz: Verwaltung, Eigentümer und Unternehmer werden nicht nur befragt, sondern aktiv in die Entwicklung der Lösungen einbezogen.

Die wichtigsten methodischen Eckpunkte:

16–22 qualitative Leitfaden‑Interviews mit:

+ Vertreter:innen der Stadtverwaltung (Innenstadtkoordination, Wirtschaftsförderung),

+ Immobilieneigentümer:innen mit unterschiedlichen Objektsituationen,

+ Unternehmer:innen und Gründer:innen in oder mit Bezug zu Grimma,

+ ggf. lokalen Initiativen und Netzwerken.

- Qualitative Fallstudie: Grimma wird in der Tiefe untersucht, um nicht nur Einzelmeinungen, sondern Muster und Zusammenhänge zu erkennen.

- Validierung im Prozess: Zwischenergebnisse werden mit der Stadt und beteiligten Akteuren gespiegelt, bevor Empfehlungen formuliert werden.

- Output der Pilotphase:

+ eine Fallstudie „Grimma Altstadt“ als Whitepaper,

+ klar priorisierte Handlungsempfehlungen,

+ erste Spezifikationen für eine mögliche digitale Lösung zur intelligenten Flächenvermittlung.

Die Ergebnisse der Pilotphase fließen anschließend in eine Gesamtstudie mit weiteren Fallstädten ein.

Teilnahme: Eigentümer und Unternehmer aus Grimma gesucht

Für die Qualität der Studie ist entscheidend, dass möglichst unterschiedliche Perspektiven einfließen. Gesucht werden daher insbesondere:

Immobilieneigentümer:innen mit Leerstand oder schwierig zu vermietenden Gewerberäumen in der Altstadt Grimma,

Unternehmer:innen und Gründer:innen, die aktuell oder in den letzten Jahren nach Gewerbeflächen in der Altstadt gesucht haben – unabhängig davon, ob eine Anmietung zustande gekommen ist.

Die Teilnahme erfolgt über ein persönliches, vertrauliches Interview (ca. 45–60 Minuten).
Alle Daten werden anonymisiert ausgewertet, die veröffentlichten Ergebnisse lassen keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Personen oder konkrete Objekte zu.

Anmeldung zur Teilnahme (bis 31.03.2026):

per E‑Mail an: info@hechtprozesse.com

telefonisch: +49 (0)171 9300 641

Bei Rückfragen aus Grimma steht zusätzlich die Innenstadtkoordination der Stadtverwaltung zur Verfügung (Kontakt: Lisa Krause, Stadt Grimma).

Grimma als Vorbild für andere Kommunen

Die Stadt Grimma versteht diese Untersuchung ausdrücklich als Pilotstudie:
Die hier gewonnenen Erkenntnisse und erarbeiteten Maßnahmen sollen später als Vorbild für andere Kommunen dienen, die ähnliche Herausforderungen mit Leerstand und Vermittlung von Gewerbeflächen haben.

Hecht Prozesse wird die Ergebnisse der Grimma‑Pilotphase im Anschluss in einer öffentlich zugänglichen Fallstudie dokumentieren und im Rahmen der weiteren Bedarfsstudie mit zusätzlichen Städten vergleichen.

Kontakt

Hecht Prozesse – Jan‑Erik Hecht
Empirische Bedarfsstudien & Co‑Working‑Ansätze für lebendige Innenstädte

E‑Mail: info@hechtprozesse.com
Telefon: +49 (0)171 9300 641



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Downloads:

Innenstadt-Designer
Modell-Konzept
Stadtentwicklungsmodell-220126-143207.pdf (269.36KB)
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